Frage 10

Aug 16th 2017, 17:43

VARtin

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Die Frage war auf den intermodalen Verkehr bezogen. Laut Gesetzesauszug

§4 Kraftfahrgesetz (7a) "Bei Kraftwagen mit Anhängern darf die Summe der Gesamtgewichte sowie die Summe der Achslasten 40 000 kg, im Vorlauf- und Nachlaufverkehr 44 000 kg,[...]"

sind bis zu 44 tonnen möglich. Oder hab ich die Frage da falsch verstanden?

Quelle:
https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Dokumentnummer=NOR40109503
Aug 16th 2017, 21:41

W.M.187

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Guten Abend,

ich schließe mich meinem Vorredner an. Ich beziehe mich ebenfalls auf dem vom Vorredner angegebenen Pharagraphen und bin der Meinung, dass 44 Tonnen die richtige Antwort ist.

Mit freundlichem Gruß

W.M.
Aug 16th 2017, 21:46

W.M.187

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Aug 17th 2017, 12:46

Felix_Noll

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Guten Tag,

ich bin ebenfalls der Meinung, dass Antwortmöglichkeit c) 44 Tonnen die richtige ist. In Österreich gilt für Fahrzeuge, die an intermodalen Beförderungsvorgängen / KV-Vorgängen beteiligt sind ein höchstzulässiges Gesamtgewicht von 44 Tonnen. Dies geht aus der KV-Förderung für Unternehmen hervor.

Quelle:
https://www.bmvit.gv.at/verkehr/gesamtverkehr/kombiverkehr/downloads/foerd_ordnung2016.pdf


Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.

Viele Grüße

Felix
Aug 17th 2017, 15:46

IngoF

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Es würde ja auch schon reichen, wenn man seine eigene Zeitung lesen würde...

http://www.verkehrsrundschau.de/oesterreich-kombinierter-verkehr-mit-schwachstellen-1838554.html

Grüße!
Aug 17th 2017, 17:46

M.Menke

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Wie auch die Verkehrsrundschau selbst berichtet hat, hat Österreich fristgerecht zum 07. Mai 2017 eine Änderung im EU-Recht über die maximalen Maße und
Gewichte schwerer LKW in nationales Recht umgesetzt.

In besagter EU-Richtline 2015/719 heißt es:

(10) Um intermodale Beförderungsvorgänge weiterhin zu fördern und dem Leergewicht von Containern oder Wechselaufbauten mit einer Gesamtlänge von bis zu 45 Fuß Rechnung zu tragen, sollten dreiachsige Kraftfahrzeuge mit zwei- oder dreiachsigem Sattelanhängern mit einem höchstzulässigen Gesamtgewicht von 44 Tonnen für den Verkehr zugelassen werden. Zweiachsige Kraftfahrzeuge mit dreiachsigen Sattelanhängern, die Container oder Wechselaufbauten mit einer maximalen Gesamtlänge von bis zu 45 Fuß befördern, sollten für intermodale Beförderungsvorgänge mit einem höchstzulässigen Gesamtgewicht von 42 Tonnen zugelassen werden.

Also Anwort b ist schon richtig.

Beste Grüße
Aug 17th 2017, 18:57

VARtin

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Vielen Dank für Ihre Antwort Herr Menke.

Leider hat diese mich immer noch nicht überzeugt. Das Problem für mich ist das Zitieren einer EU-Richtlinie und diese ist nicht verbindlich. Die nationale Umsetzung obliegt dem jeweiligen EU-Land.

Nach erneuter Durchsicht des §4 Kraftfahrgesetz, finde ich keine Bindung an dreichachsige Kraftfahrzeuge.

Ich zitiere gerne noch mal den für entscheidenden Absatz, diesmal vollständig

"(7a) Bei Kraftwagen mit Anhängern darf die Summe der Gesamtgewichte sowie die Summe der Achslasten 40 000 kg, im Vorlauf- und Nachlaufverkehr 44 000 kg, und beim Transport von Rundholz aus dem Wald oder bei der Sammlung von Rohmilch bis zum nächstgelegenen technisch geeigneten Verladebahnhof oder zu einem Verarbeitungsbetrieb, höchstens jedoch 100 km Luftlinie, wenn die hintere Achse des Anhängers mit Doppelbereifung oder einer der Doppelbereifung gleichwertigen Bereifung ausgerüstet ist oder beide Fahrzeuge jeweils mehr als zwei Achsen haben,44 000 kg nicht überschreiten. Die größte Länge von Kraftwagen mit Anhängern darf 18,75 m, von Sattelkraftfahrzeugen jedoch 16,5 m nicht überschreiten."

Weiterhin verweise ich an diese Seite Profis-Fahren.at
wo ebenfalls 44 000 kg angegeben sind. Leider wird nicht explizit darauf hingewiesen, jedoch ist im rechten Bild hierzu ein zweiachsiges Kraftfahrzeug abgebildet.

Vielen Dank nochmal für Ihre Mühen. Ich würde mich aber freuen, wenn Sie sich noch einmal Zeit nehmen und evtl. die im nationalen Recht umgesetzte Gesetzesstelle zitieren können, die die 44 000 kg auf dreiachsige Kraftfahrzeuge beschränkt.

Schöne Grüße
Aug 17th 2017, 22:31

W.M.187

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Guten Abend zusammen,
da ist ja einiges an Informationen zusammengekommen.

@ IngoF
Danke für die Verlinkung des Artikels. Ihre Aussage ist sicherlich richtig, nur erscheint es mir bei rechtlichen Fragen effektiver als erstes einen Blick in den betreffenden Gesetzestext zu werfen, bevor ich eine Fachzeitschrift zur Hand nehme.

@Herr Menke
Vielen Dank für die ausführlichen Informationen, die EU-Richtlinie war mir leider nicht geläufig. Wieder etwas dazugelernt für die Zukunft.

Für mich bleibt noch ein Punkt offen, bei dem jemand rechtskundiges vielleicht weiterhelfen kann.

Laut meines Wissens, bedürfen EU-Richtlinien eines nationalen Umsetzungsaktes des jeweiligen Ziellandes. Laut den Umsetzungsrichtlinien der EU sind Zitat: "den innerstaatlichen Stellen die Wahl der Form und der Mittel" freigestellt (Gebot der effektiven Umsetzung).

Meine Frage ist, stellt die Mitteilung an die relevanten Interessensgruppen (Spediteurverbände) eine effektive Umsetzung dar, oder muss nicht noch zusätzlich das betreffende nationale Gesetz (in dem Fall der §4 KFG) angepasst werden, bpsw. in Form eines Verweises auf die entsprechende EU-Richtlinie oder durch Umschreibung des Paragraphen mit den wirksamen Inhalten der EU-Richtlinie?

Freue mich über konstruktiven Input.

Mit freundlichem Gruß
W.M.
Aug 18th 2017, 12:07

andre.giesse

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Liebe Logistik Masters-Teilnehmer,

leider ist uns bei der Frage 10 im Fragebogen 6 ein Fehler unterlaufen. Deutsche Branchenverbände hatten in diesem Frühjahr darüber berichtet, in Österreich sei mit der Umsetzung der Richtlinie (EU) 2015/719 das Gesamtgewicht von fünf- und sechsachsigen Fahrzeugen im Rahmen multimodaler Verteiler-Verkehre auf 42 bzw. 44 Tonnen neu festgelegt worden. Einige von euch haben die entsprechende VR-Meldung dazu bereits im Forum zitiert. Leider stellte sich nun heraus, dass die sonst so verlässlichen Verbandsangaben in diesem Punkt nicht stimmen. Richtig ist – wie andere bemerkt haben – dass die Österreicher diese EU-Bestimmung nicht in nationales Recht übernommen und es bei der 44-Tonnen-Obergrenze belassen hatten.

Die richtige Antwort müsste also 44 Tonnen lauten, nicht 42 Tonnen. Da die zum Teil nicht korrekten Verbandsangaben und die darauf basierende Meldung für Verwirrung gesorgt haben, nehmen Frage 10 des Fragebogens 6 aus der offiziellen Wertung. Damit niemandem ein Nachteil entsteht und der Wettbewerb nicht weiter beeinflusst wird, werten wir sie bei allen Teilnehmern als richtig beantwortet.

Wir entschuldigen uns an dieser Stelle für die Unannehmlichkeiten.

Viele Grüße!
Eurer Logistik-Masters-Team
Aug 18th 2017, 13:26

VARtin

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Hallo Herr Giesse,

so ganz glücklich mit der Lösung des Problems bin ich leider nicht.

1. Die Frage wurde richtig gestellt.
2. Die richtige Lösung ist enthalten gewesen.

Nun wurde aufgrund fehlerhafter Artikel die Frage aus der Wertung genommen. Bei der Frage zum Gotthard Tunnel bspw. sind auch unterschiedliche angaben im Internet zu finden. Dort haben Sie/bzw das Logistik Masters Team durch eine Anfrage direkt an der Quelle der SBB, die Lösung ausfindig machen können.

Nun wurde jedoch hier, wo doch ebenfalls durch Original Gesetzestexte die richtige Lösung identifizierbar war, die Frage aus der Wertung genommen. Somit werden also gründliche Recherchen bestraft.

Schöne Grüße
Aug 18th 2017, 13:36

andre.giesse

Administrator
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Hallo VARtin,

wir wissen um diese blöde Situation bei allen, die 44 Tonnen als Antwort gewählt haben. Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht.

Da die VerkehrsRundschau aber unglücklicherweise durch eine Meldung auf Basis einer wie gesagt in aller Regel kompetenten und zuverlässigen Quelle möglicherweise auf die falsche Fährte gelockt hat, müssen wir dies tun, um nicht die Leser dieser Meldung zu bestrafen.

Nochmals Sorry!
Dein Logistik-Masters-Team
Aug 18th 2017, 15:01

IngoF

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Liebe Leute,

@W.M.187 natürlich habe ich auch den Gesetzestext dazu gefunden, wollte lediglich die VR als zweite Quelle, die direkt mit diesem Wettweberb verbunden ist, nennen. Denn jeder weiß ein Fehler ist jedem mal schnell unterlaufen, deshalb nicht direkt bei der erst besten Quelle, die die eigenen Erwartungen erfüllt stehen bleiben, sondern der Richtigkeit zur Liebe weitersuchen. Vorallem wenn es um Gesetze geht, wie Sie ja schon selbst richtig geschrieben haben.

Außerdem stimme ich VARtin in allen Punkten zu, habe aber das Gefühl, dass hier bereits des Richters letztes Urteil gefällt wurde. Trotzdem möchte ich ebenfalls meinen Unmut kundtun.

Wissenschaftliches Arbeiten verbinde ich stets mit dem Überprüfen glaubwürdigster und fehlerfreiesten Quellen. Gesetze stehen da bei mir weit vor irgendwelcher Verbände und Zeitschriften (seriös hin oder her).
Allein die Tatsache, dass in Deutschland 44t im KV erlaubt sind (dies unterstelle ich als Bestandteil des Allgemeinwissens eines Logitikstudenten), müsste meiner Meinung nach zu einer kritischen Betrachtung des recherchierten Wertes von 42t in Österreich führen und eine vertiefte Recherche (Gesetzestext) nach sich ziehen. Selbst wenn sich dann am Ende herrausstellen sollte, dass die 42t stimmen, ist man seiner Sorgfaltspflicht nachgekommen.

Ich halte fest, hier wird derjenige bestraft, der Zeit investiert und diejenigen, die dem copy and paste verfallen sind wird entgegengekommen, wo doch konsequentes Bewerten angebracht wäre, denn wie VARtin schon richtig festgestellt hat:
1. Frage richtig
2. richtige Antwort vorhanden

Wo ist das Problem?

Beste Grüße
Aug 18th 2017, 15:56

andre.giesse

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Hallo InfoF,

dein Unmut und deine Argumentation sind nachvollziehbar. Wir bitten dennoch, die Entscheidung aus den genannten und ebenfalls nachvollziehbaren Gründen zu akzeptieren.

Schönes Wochenende!
Dein Logistik-Masters-Team
Aug 18th 2017, 21:42

W.M.187

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Guten Abend zusammen,
@ IngoF:
Meine Antwort dir ggü. sollte keine Rüge deiner Aussage sein, falls das so rübergekommen ist.

An das Logistik Master Team:

Das Vorgehen in Bezug auf diese Frage missbillige ich.

Die Beantwortung der Fragen und der damit verbundene Aufwand an Recherche und Arbeit ist nicht gerade unerheblich, wenn man an dem Wettbewerb teilnimmt.
Zum zweiten geht es hier zumindest bezogen auf den ersten Platz auch um eine nicht unerhebliche Summe Geld.

Es ist meiner Meinung nach nicht in Ordnung, aufgrund einer Falschmeldung die Frage aus der Wertung zu nehmen.

Wie IngoF bereits darlegte, kann von Studenten erwartet werden, dass Sie sich gemäß ihrer wissenschaftlichen Ausbildung adäquat informieren und recherchieren können sowie ein gewisses Niveau an Fachwissen vorausgesetzt werden kann, um zu einer dedizierten Entscheidung zu kommen auch wenn eine Falschmeldung kursiert.

Ihre Aussage, dass Sie die Leser der Falschmeldung nicht bestrafen möchten kann ich nicht nachvollziehen.
Das Internet ist voll von Falschmeldungen und Halbwahrheiten, diese von den Wahrheiten zu unterscheiden und sich eine differenzierte Meinung zu bilden, gehört auch zu einem studentischen Wettbewerb dazu.

Mit freundlichem Gruß
W.M.
Aug 21st 2017, 08:43

andre.giesse

Administrator
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Lieber W.M.187,

wir möchten an dieser Stelle noch mal erklären, warum wir die Frage und die Antworten in dieser Form nicht zulassen können.

Grundsätzlich empfiehlt es sich nicht nur bei diesem Wettbewerb nach mehr als einer Quelle zu suchen. Da wir aber selbstverständlich davon ausgehen und auch möchten, dass die Teilnehmer die VerkehrsRundschau als Quelle nutzen, können wir dieses Verhalten nicht bestrafen, nachdem uns ein Fehler unterlaufen ist.

An dieser Stelle sei zudem betont, dass wir höchsten Wert auf die Korrektheit unser Beiträge legen. Aber manchmal kommt es - aus welchen Gründen auch immer - dennoch vor, dass etwas sich im Nachhinein als nicht richtig herausstellt. Das ärgert nicht nur euch, sondern auch uns. Wir versuchen es künftig noch besser zu machen.

Viele Grüße!
Dein Logistik-Masters-Team

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